Dreiklang der Ereignisse
Im April, Mai und Juni 2013 feiert das Kölner Kammerorchester gleich drei Jubiläen. Der traditionsreiche Klangkörper, selbst ein Klassiker unter den renommierten Kammerorchestern, hat die „Großen Drei“ der Wiener Klassik –Haydn, Mozart, Beethoven – auf das Programm gesetzt.
Den Auftakt bildet das 25-jährige Jubiläum der Konzertreihe „Das Meisterwerk“ am 27. April 2013. Wie seinerzeit steht Mozart im Mittelpunkt: Seine Sinfonie Es-Dur KV 543 wurde schon beim Eröffnungskonzert am 28. April 1988 gespielt. Die Leitung hat Christoph Poppen, der erstmals das Kölner Kammerorchesters dirigiert. Solist ist der finnische Pianist Olli Mustonen.
Vier Wochen später, am 29. Mai 2013, feiert das Kölner Kammerorchester sein 90-jähriges Bestehen.1923 gegründet und von Dirigenten wie Hermann Abendroth und Otto Klemperer geprägt, erlangte das Kölner Kammerorchester unter der künstlerischen Leitung Helmut Müller-Brühls weltweite Ausstrahlung. Müller-Brühl leitete das Kölner Kammerorchester seit 1963 – nahezu 50 Jahre – und setzte mit seiner Arbeit Maßstäbe für die historische Aufführungspraxis auf modernen Instrumenten. Die Musiker freuen sich auf ein denkwürdiges Jubiläumskonzert mit Christoph Poppen am Pult und Martin Stadtfeld am Flügel.
Am 28. Juni 2013 wäre Helmut Müller-Brühl 80 Jahre alt geworden. Wie gerne hätte „sein“ Orchester mit ihm gemeinsam gefeiert! Nun gedenkt das Kölner Kammerorchester mit einem Erinnerungskonzert am 30. Juni 2013 seines charismatischen Leiters. Mit Haydns „Uhr“ und Mozarts Requiem unter Andreas Spering sind Werke zu hören, die sicherlich noch lange nachklingen.